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Bagan (Pagan)

Einer der touristischen Hauptdestinationen in Myanmar ist Bagan, Hauptstadt des ersten Myanmar Reiches; eine der reichsten archäologischen Stätten in Südostasien. Am östlichen Ufer des Ayeyawaddy Flusses gelegen, wird es durch einen Flug von 90 Minuten von Yangon aus angeflogen. Der 42km2 Bereich von Bagan enthält über 2000 Gebäude, gut erhaltene Pagoden und Tempel, die das reiche kulturelle Erbe des 11. - 13. Jahrhunderts darstellen.

Die Stadt von Bagan (früher auch „Pagan“ geschrieben) in Mittelmyanmar (Birma) am Ostufer des Irrawaddy Flusses und ungefähr 90 Meilen (145 Kilometer) südwestlich von Mandalay.

Die Stätte einer alten Hauptstadt von Myanmar ist es ein Pilgerzentrum und enthält alte buddhistische Schreine, die renoviert wurden und nun weiterhin den Pilgern zur Verfügung stehen. Ruinen anderer Schreine und Pagoden bedecken einen großen Bereich. Ein Erdbeben am 8. Juli 1975 hat großen Schaden bei mehr als der Hälfte der wichtigen Strukturen angerichtet und viele von ihnen völlig zerstört.

Das Dorf hat auch eine Schule für Lackwarenherstellung, für die die Region besonders berühmt ist. Die Wichtigkeit von Bagan liegt vielmehr in seinem Erbe und nicht so sehr in seiner Gegenwart. Es wurde zuerst vermutlich um 849 n.Chr. vom 11. bis 13. Jh. gebaut, in der es Hauptstadt einer Region von ungefähr der Größe des heutigen Myanmar war. 1287 wurde Bagan von den Mongolen überfallen im Zuge ihrer weitreichenden Eroberungen und gewann nie wieder seine frühere Macht zurück, obwohl noch kleinere Bauvorhaben von buddhistischen Schreinen weiterliefen.

Alt Bagan war eine von einer Stadtmauer umgebene Stadt, deren westliche Flanke zum Irrawaddy Fluss hin lag. Es war das Zentrum eines dichten Straßennetzes, über die die Herrscher eine große Region von fruchtbaren Ebenen beherrschen konnten und andere wichtige Macht-Städte beherrschen konnten, wie Bago (Pegu).

Vom Hafen Lawkananda, weiter den Fluss hinunter, lief wichtiger Überseehandel mit Indien, Ceylon und anderen Regionen von Südostasien ab. Die Mauern der alten Stadt, innerhalb deren ein erheblicher Teil der modernen Stadt liegt, enthielten vermutlich ursprünglich nur königliche, aristokratische, religiöse und administrative Gebäude.

Die Bevölkerung lebte wahrscheinlich außerhalb in den Häusern leichter Bauweise, die denen ähneln, die noch heute von den Menschen hier bewohnt werden. Die ummauerte Stadt, deren Burggräben vom Irrawaddy gespeist wurden, war folglich eine heilige dynastische Festung. Der Umkreis ihrer Mauern und der Flussseite ist ca. 4km, und es gibt Hinweise, dass offenbar möglicherweise soviel wie ein Drittel dieser alten Stadt vom Fluss weggespült worden ist.

Weil Gebäude hauptsächlich aus Ziegelstein waren, wurden Verzierungen aus geschnitztem Stein, Stuck und Terrakotta ausgeführt. Die früheste noch vorhandene Struktur ist vermutlich das aus dem 10. Jh. stammende Nat Hlaung Gyaung. Die Schreine am Sarabhar Tor der östlichen Mauer, obgleich jünger als die Mauer, an die sie angrenzen, sind auch früh. Dies sind Schreine der Schutzgeister, der traditionellen Geistergottheiten der animistischen ethnischen birmanischen Gruppen.

Zwischen ungefähr 500 und 950 wurden Angehörige der ethnischen Birmanen aus dem Norden in eine Region gedrängt, die von anderen Völkern besetzt war; diese Menschen waren bereits zur indischen Religion und besonders auch dem Mahayana Buddhismus aus Bihar und Bengalen konvertiert worden. Unter König Anawrahta (regierte von 1044-77) eroberten die ethnischen Birmanen schließlich die anderen Völker der Region, einschließlich ein Volk, das Mon hieß, das vorher im Süden des Landes dominant war.

Sie beförderten die königliche Familie der Mon und ihre Gelehrten und Handwerker nach Bagan und machten es zur Hauptstadt und dem Zentrum einer offiziellen, fundamentalistischen Form von Hinayana (Theravada) Buddhismus, der von Ceylon (Sri Lanka) gekommen war gegen 1056. Dieses leitete die Blütezeit der Bagandynastie ein, die anfangs von Mon-Kunsttraditionen getragen war.

Die enorme Zahl an Klöstern und Schreinen, die während der folgenden 200 Jahre errichtet und erhalten wurden, wurde durch den großen Reichtum des königlichen Finanzministeriums und eine außerordentlich hohe Anzahl von Sklaven ermöglicht, die, erfahren oder nicht, ihr Leben der Erhaltung jeder dieser Einrichtungen widmen mussten. Die Stadt wurde eine der wichtigsten Zentren für buddhistisches Lernen. Kleinere Gebäude wurden um die wichtigeren Pagoden und die Tempel gruppiert.

Um diese wiederum zerstreut gab es kleinere Pagoden und Gebäude, von denen einige wohl einaml adlige Paläste und Pavillions gewesen sein könnten, und später für klösterlichen Gebrauch angepasst wurden, z.B. als Bibliotheken und Hallen für Lehrreden. Alle baduren auf den indischen Prototypen, die im Zuge der weiteren Entwicklung von den Mon verändert wurden. Das architektonische Hauptthema ist der buddhistische Stupa, ein hoher Glockendom, ursprünglich entworfen, um nahe an seiner Spitze Reliquien von buddhistischen Heiligen aufzubewahren. Ein anderes ist die hohe, terassenförmig angelegte Plinthe, die durch Treppenaufgänge, Treppen, Eingänge, zusätzliche Stupas und Fialen ergänzt werden konnte und einen heiligen Berg symbolsiert.

Während der künstlerischen Entwicklung wurden die Themen häufig kombiniert und die Kombination öffnete in eine komplexe rechteckige Halle mit Säulengängen, die von den Seiten verlängert wurden, gekrönt durch ein Stupa oder in einigen Fällen durch einen rechteckigen Turm von gebogenen Umrissen, Erinnerungen an zeitgenössische indische Hindu-Schreintürme. Innenbögen und Wölbungen, gerundet wie spitz zulaufend, wurden jedoch mit einer echten strahlenden Bogentechnik konstruiert, die nicht in Indien verwendet wurde.

Ein Bild der Stätte von Bagan zeigt eine Reihe von Veränderungen und Kombinationen der Themen. Viele Gebäude, besonders jene nicht mehr in Gebrauch, und daher nicht renoviert, tragen erhebliche Überreste von äußeren, dekorativen Stuckarbeiten und Terrakotta (das Üppigkeit zu den fein proportionierten geradlinigen Strukturen hinzufügt) sowie inneren Malereien und Terrakotta, die buddhistische Erzählungen und die Geschichte des Buddhismus festhalten.



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