Bau eines buddhistischen Klosters zu Zeiten der Myanmar Könige

In der Zeit der Myanmar
Monarchen vor 1885 musste der potentielle Spender direkt beim König um Erlaubnis für den neuen Klosterbau ansuchen.
Der Monarch bewilligte den Bau, nachdem er sich über den Mönch, der dieses neue Kloster annehmen würde, erkundigt hatte. Dies betraf das
Ausbildungsniveau in buddhistischen Schriften sowie seine Moral und Rechtschaffenheit als Leiter einer Mönchsgemeinschaft.
Die Erlaubnis wurde in Übereinstimmung mit den zu dieser Zeit üblichen Richtlinien und Regelungen, Beschränkungen und Grenzen bewilligt.

Wenn das neue Kloster für
einen Mönch bestimmt war, der vollkommene Ausbildung in den buddhistischen Schriften und der Praxis hatte, wurden 4 Haupteingänge
und 4 Treppenaufgänge zu je 2 Arten von Gebäuden bewilligt, von denen das eine ähnlich aufgebaut war wie das großartige Kloster
Jetavana zu Lebzeiten des Buddha und das andere nach dem Prototypen eines Königlichen Kronprinzenpalastes war.
Wenn das neue Kloster für einen Mönch bestimmt war, der auch ein regionaler Hauptmönch war, wurde ein Bautyp bewilligt, bei dem Reihen von aufrecht stehenden Blättern rund um das
Bodenfundament als Dekoration des Klosters errichtet wurden. Der regionale Hauptmönch und sein Stellvertreter hatten das Privileg, im Palankin zu reisen, einen goldenen
Schirm und ein weißes Schreibtablett aus Palmblättern (Parabaik) zu verwenden. In jenen vergangenen Zeiten gab es die Fälle von Todesstrafe, die von den Königlichen
Behörden entschieden wurden und Hauptmönche waren dazu autorisiert, die Begnadigung eines zum Tode verurteilten zu verlangen, um sein Leben zu retten, was jedoch
sehr selten vorkam, weil es einen guten Grund geben musste, warum die Todesstrafe nicht ausgeführt werden sollte.

Wenn das neue Kloster für einen Mönch bestimmt war,
der keine gute Ausbildung in den Schriften hatte, weil er spät in seinem Leben nach seinem Ruhestand ordiniert worden war, wurde das Kloster mit einem Haupteingang
und einem Treppenaufgang zu einem kleinen Gebäude gebaut, ungeachtet dessen, was der Spender eigentlich zu spenden gewillt gewesen wäre.
Das war ein Kennzeichen unter den Mönchen, die sich in Ausbildungsniveau und Ethik und der Praxis unterschieden, und konnten sich so gegenseitig ihren Respekt in Übereinstimmung mit ihrem dem Buddhismus gewidmeten Leben zeigen.
Es gab auch Richtlinien und Regelungen für Spender eines neuen Klosters.

Wenn ein Spender nicht aus der Königlichen Familie oder von Königlichen Behörden wie Bürgermeister, Minister bzw. aus einer bekannt reichen Familie war, wurde die Größe des Klosters zwar in Übereinstimmung mit den vorher erwähnten Kriterien festgesetzt, aber dekorative Schnitzarbeiten und andere Verzierungen zwischen den Stufen der aufeinanderliegenden Stufendächern waren nicht erlaubt.
Die Konstruktion des Klosters von Sale wird als Beispiel angeführt:
Das Kloster von Sale hat 4 Treppenaufgänge nach Königlicher Bauart. In unserer Geschichte pflegten Kronprinzen diese Art Haus auf dem Gelände des Königlichen Palastes ihrem Lehrermönch zu spenden, wenn sie die oberste Macht des Landes erreichten. Manche Spender bauten ein Kloster nach dem Prototyp des Königlichen Kronprinzenhauses.
Der König bewilligte die Baugenehmigung geschrieben auf einem weißen Schreibtablett aus Palmblättern.

Der Spender des Sale Klosters ist U Bo Kyi, ein bekannt wohlhabender Mann mit einer Import- und Exportfirma und er konnte folglich Holzschnitzereien und andere Verzierungen auf den Flächen zwischen den Dachstufen des Hauptgebäudes sowie eine hölzerne geschnitzte Skulptur an den Geländerpfosten
anfertigen lassen. Mit dieser Erlaubnis konnte das Teakholz, das dem König gehörte, für den Klosterbau kostenlos gefällt werden.
Wenn Teakholz nach der Fertigstellung des Klosters übrig war, konnte der Spender entweder mehr Gebäude konstruieren oder weitere dekorativere Schnitzereien anbringen, bis das Teak vollständig aufgebraucht war, um es nicht als Missachtung des Königs zu verschwenden. Im 17. Jahrhundert der Nyaun-yan Periode, wurde ein Spender mit Prügeln bestraft, wenn er das Kloster größer baute als die Baugenehmigung ihm erlaubte.
In der gleichen Weise mussten alle Leute aus den verschiedenen Schichten vom einfachen Bauern bis zum Kronprinzen, genau nach dem in der Erlaubnis festgelegten Design
bauen. Manche Bürgermeister Durften per Elefanten reisen, wogegen andere nur per Pferd reisen Durften, abhängig von ihrer Macht. Wenn ein Bürgermeister, dem es nicht
erlaubt war, einen Elefanten zu benutzen, einen Tragekorb in der Größe, wie Sie für Elefantentransporte verwendet wurden, bauen ließ, brachte er sich in eine ziemlich
gefährliche
Situation, wenn der König das merkte. Zusammenfassend waren Klöster und die Häuser der Laien alle sehr unterschiedlich in der Größe, im Design und im Niveau.